Kontrolle, kontrollieren


Kontrolieren führt zum Protestpolka

Kontrolle ist ein Versuch, emotionale Sicherheit (wieder) zu erlangen. Es ist ein hoffnungsloser, verzweifelter Versuch, denn in der Regel wird der kontrollierte Partner sich verteidigen oder noch mehr zurückziehen. Das führt zu immer weniger emotionalem Sich-sicher-fühlen- und die Abwärtsspirale dreht sich weiter.

Wenn wir uns unsicher sind, ob unser Lieblingsmensch wirklich für uns da ist, können Verabredungen und das Kontrollieren davon sich als Schutz­ anfühlen. Wir vermeiden dadurch unsere Bindungsangst und Unsicherheit zu spüren und fokussieren uns auf Struktur, und ob unser Partner da verlässlich mitmacht.

Leider kann Kontrolle nie die eigentliche emotionale Sicherheit herstellen. Eine Liebesbeziehung ist wie ein Tanz. Wenn wir versuchen durch Regeln und das Einhalten von Regeln einen schönen Tanz zu gestalten, können Fehlschritten nicht ausbleiben und ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns in einem negativen Muster verstricken groß. Ein Partner fühlt sich ständig nicht gut genug und eingeengt, der andere Partner wird immer unsicherer und kontrolliert noch rigider. Eine Bindungsverletzung, wie etwa einer Affäre oder einem Flirt außerhalb der Beziehung, kann der Auslöser von dem negativen Muster sein. Meistens macht eine Bindungsverletzung ein Muster, das schon da war, noch schneller und rigider.

 Der Ausweg ist, die hiermit verbundenen tiefer liegenden Bindungsbedürfnisse und die verletzlicheren Anteile zu entdecken, die Partner miteinander teilen zu lernen.

Für deine Liebesbeziehung gilt:
Anstatt "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sagen wir von Lovie: Kontrolle ist ein menschlicher Versuch, in unserer Liebesbeziehung ein Gefühl von Sicherheit zu erlangen und unsere Angst zu beruhigen.
Jedoch zu lernen, uns in unserer Verletzlichkeit unserem Lieblingsmenschen anzuvertrauen, ist der Schlüssel zum Miteinander-Glücklichsein.

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