Vergebung


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Manchmal verletzen wir unsere geliebten Menschen. In der Regel tun wir das nicht, weil wir es wollen, doch es passiert trotzdem - das ist menschlich. Wenn wir verletzt werden, ist das schmerzvoll, und es kann uns große Angst machen.

Letztlich ist es in einer Liebesbeziehung wichtig, dass wir unseren Liebsten vergeben. Das geht aber nicht „einfach so“, wir können es nicht einfach nur sagen, oder kognitiv entscheiden. Vergebung ist ein tiefer emotionaler Prozess, an dem beide Partner aktiv beteiligt sein müssen.

Hier findest du einige Informationen über das Thema Vergebung.

Alternativen, die das negative Muster aufrechterhalten

  • Ich verletze auch dich – oder lehne es ab, dir wieder zu vertrauen und werde dich immer wieder testen - „Beweise es“.
  • Ich täusche – lehne es ab, gesehen zu werden – kann meinen Einfluss auf dich nicht zugeben - leugne.

Schlüssel-Mitteilung

Schritte in Vergebung von Verletzungen

  1. Der Verletzte filtert den Schmerz heraus und offenbart diesen.
  2. Die andere stimmt sich ein. Akzeptiert den Schmerz der/des Verletzten und erforscht, wie sich verletzte Reaktionen entwickelten. Wir verstehen der Dynamik, die zu dieser Verletzung geführt hat, besser. Beide fangen an sich sicherer zu fühlen.
  3. Der Verletzte erfasst den Kern der Verletzung – drückt ihn aus, ohne Schuldzuweisung oder den anderen abzustempeln.
  4. Die andere „entschuldigt“ sich. Drückt Reue, Traurigkeit, Scham aus. „Dein Schmerz tut mir weh.“
  5. Der Verletzte bittet nun um den Trost, die Verbundenheit, die gefehlt hat – noch immer fehlt.
  6. Die andere reagiert – Gegenmittel - „Ich bin jetzt hier mit dir in deiner Verletzung“.
  7. Beide Partner können eine Geschichte der Verletzung und Heilung kreieren – ein neues Bild.