Bindung

„Wir sind Tiere, die wissen müssen, dass jemand kommt, wenn wir rufen.
Jemand, der uns an erste Stelle setzt.
Jemand, der uns genauso braucht, wie wir ihn.“

- John Bowlby
Wir Menschen sind verletzliche Wesen. Wenn wir als Baby auf die Welt kommen, brauchen wir unsere Eltern und Versorger. Wir haben keine Stoßzähne. Wir haben keine Krallen. Wenn wir nicht zusammen halten, werden wir es nicht schaffen. Im Grunde sind wir soziale Tiere und unser Gehirn ist ein soziales Organ. Das Bindungsbedürfnis haben wir als Kind, aber wir behalten es auch, wenn wir aufwachsen. Das folgende Video erklärt, was mit uns passiert, wenn wir diese Sicherheit nicht erfahren, und wenn unsere Beziehung sich nicht wie ein sicherer Rückzugsort, wie eine sichere Oase anfühlt.
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Wenn unsere Eltern chronisch nicht in der Lage sind, feinfühlig oder fürsorglich zu sein, werden wir durch Protest versuchen, die Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Wenn durch unseren Protest unsere Mutter oder unser Vater anfängt sich unzulänglich zu fühlen und verzweifelt, kann ein negatives Muster von Protest des Kindes und Verzweiflung der Eltern entstehen. So ein Muster kann einen ambivalenten Bindungsstil auslösen. Ein anderes negatives Muster kann entstehen, wenn wir bei chronisch fehlender Feinfühligkeit und Fürsorge resignieren und unsere Hoffnung auf Bindung aufgeben. Wenn unsere Eltern durch unser Vermeiden anfangen zu glauben, dass mit uns alles gut ist, kann ein negatives Muster von Vermeiden des Kindes und Missverständnis der Eltern entstehen. So ein Muster kann einen vermeidenden Bindungsstil auslösen. Dieser Bindungsstil kann sich durch neue Erfahrungen ändern. Gleichzeitig beeinflusst unser Bindungsstil auch unsere Partnerwahl und wie wir uns in unserer Beziehung verhalten.

BINDUNG…
… ist das angeborene Grundbedürfnis nach Liebe und Nähe einer Person,
bei der wir uns geborgen fühlen. 
Ist dieses Bedürfnis nicht erfüllt, kann es sich existenziell bedrohlich anfühlen,
selbst wenn wir für unser tatsächliches Überleben nicht darauf angewiesen sind.

- Sue Johnson